Fellpflege und Fellfarben beim Mini Labradoodle und Mini Goldendoodle
Das Fell eines Mini Labradoodles und eines Mini Goldendoodles ist wunderschön und kann im Alltag angenehm und wenig haarend sein – aber es braucht regelmäßige Pflege. Wer die Fellpflege von Anfang an in den Alltag integriert, wird damit viele Jahre gut zurechtkommen. Wer sie dagegen zu lange vernachlässigt, riskiert Verfilzungen, die irgendwann nur noch durch eine sehr kurze Schur entfernt werden können.
Fellpflege beim Mini Labradoodle und Mini Goldendoodle
Warum muss das Fell gepflegt werden?
Ein großer Vorteil vieler Mini Labradoodles und Mini Goldendoodles: Sie verlieren in der Regel deutlich weniger Haare als viele andere Hunde. Genau das ist aber auch der Grund für den Pflegeaufwand.
Abgestorbene Haare fallen nicht einfach aus, sondern bleiben im Fell hängen. Werden sie nicht regelmäßig herausgebürstet, können sie sich mit dem übrigen Fell verbinden und verfilzen. Filz kann für den Hund unangenehm werden und lässt sich irgendwann nicht mehr vorsichtig ausbürsten.
Bürsten – wie oft und worauf sollten Sie achten?
In der Regel reicht es, einen erwachsenen Mini Labradoodle oder Mini Goldendoodle zwei- bis dreimal pro Woche gründlich zu bürsten. Während des Fellwechsels kann tägliches Bürsten notwendig sein.
Der häufigste Fehler: Es wird nur über die Oberfläche gebürstet. Das Fell sieht dann schön gepflegt aus, während sich direkt an der Haut bereits kleine Verfilzungen bilden können.
Arbeiten Sie deshalb am besten in kleinen Abschnitten und gehen Sie wirklich bis zur Haut. Anschließend können Sie mit einem Kamm kontrollieren, ob Sie überall gut durchkommen.
Besonders genau sollten Sie hinter den Ohren, an den Achseln, an der Brust und zwischen den Hinterbeinen schauen – überall dort, wo durch Bewegung und Reibung schneller kleine Knötchen entstehen.
Der Fellwechsel zum Erwachsenenfell
Eine besondere Phase kommt meist zwischen dem achten und zwölften Lebensmonat. In dieser Zeit entwickelt sich das weiche Welpenfell zum Erwachsenenfell. Altes und neues Fell liegen dabei teilweise gleichzeitig im Fell – und genau dadurch kann es schneller zu Verfilzungen kommen.
In dieser Phase lohnt es sich, besonders konsequent zu sein und den Hund möglichst täglich gründlich zu bürsten. Ist diese Zeit geschafft, wird die Fellpflege meistens wieder deutlich entspannter.
Der Besuch beim Hundefriseur
Auch der Hundefriseur sollte von Anfang an ganz selbstverständlich zum Leben Ihres Mini Labradoodles oder Mini Goldendoodles gehören. Ich empfehle den ersten Besuch bereits im Welpenalter – auch wenn zu diesem Zeitpunkt vielleicht noch gar nicht viel geschnitten werden muss.
So kann Ihr Welpe ganz in Ruhe den Tisch, die Geräusche, das Föhnen und das Berührtwerden kennenlernen. Später können Sie mit Ihrem Hundefriseur besprechen, welche Felllänge für Ihren Hund und Ihren Alltag am besten geeignet ist und Ihnen gefällt.
Ohren, Augen und Pfoten nicht vergessen
Neben dem eigentlichen Bürsten gibt es ein paar kleine Bereiche, die regelmäßig Aufmerksamkeit brauchen:
| Ohren | Die Schlappohren werden wenig belüftet. Kontrollieren Sie sie deshalb regelmäßig. |
|---|---|
| Augen | Zu lange Haare können die Augen reizen oder die Sicht beeinträchtigen. |
| Pfoten | Zwischen den Ballen kann Fell wachsen, in dem sich Schmutz, kleine Steinchen oder im Winter Streusalz sammeln können. |
Gewöhnen Sie Ihren Welpen früh daran
Mit der Fellpflege können Sie direkt nach dem Einzug beginnen. Nicht, weil Ihr Welpe zu diesem Zeitpunkt schon eine aufwendige Pflege braucht – sondern weil Bürsten, Pfoten anfassen, Ohren anschauen und das Berühren des Fells von Anfang an etwas ganz Normales sein sollen.
Ein paar ruhige Minuten reichen völlig aus. Loben Sie Ihren Welpen, bleiben Sie geduldig und beenden Sie die kleine Pflegeroutine mit etwas Positivem. Auch meine Mini Labradoodles und Mini Goldendoodles werden bereits bei mir behutsam an die Fellpflege gewöhnt.
Je selbstverständlicher Ihr Hund die Pflege von klein auf kennenlernt, desto leichter wird sie später für Sie beide.
Kurz zusammengefasst
- Regelmäßig bürsten, während des Fellwechsels möglichst täglich
- Immer bis zur Haut arbeiten und anschließend mit dem Kamm kontrollieren
- Einen regelmäßigen Hundefriseur-Termin einplanen
- Ohren, Augen und Pfoten regelmäßig kontrollieren
- Ihren Welpen von Anfang an behutsam an die Pflege gewöhnen
Fellpflege gehört beim Mini Labradoodle und Mini Goldendoodle einfach zum Alltag dazu. Wenn Sie sie von Anfang an ruhig und selbstverständlich in Ihr gemeinsames Leben integrieren, wird sie schnell zu einer kleinen Routine, die Ihrem Hund guttut.
Fellfarben beim Mini Labradoodle und Mini Goldendoodle
Die Farbe ist für uns nicht entscheidend. Uns ist viel wichtiger, dass der Hund zu uns und unserer Familie passt.
Diesen Satz höre ich in meinen Telefonaten sehr häufig.
Wenn ich dann noch einmal nachfrage und sage: „Sie dürfen mir wirklich alles sagen, laut denken. Wenn Sie eine Lieblingsfarbe haben, erzählen Sie es mir ruhig“, kommt manchmal doch noch ein kleines Lächeln: „Also, wenn ich ehrlich bin … Rot oder Apricot würde mir schon besonders gut gefallen.“
Und wissen Sie was? Das ist völlig in Ordnung. Natürlich darf man eine Lieblingsfarbe haben. Sie sollte nur nicht das Allerwichtigste bei der Auswahl Ihres Welpen sein.
Welche Fellfarben können vorkommen?
Bei Mini Labradoodle und Mini Goldendoodle gibt es eine schöne Vielfalt an Fellfarben und Farbzeichnungen. Je nach Elterntieren und ihren genetischen Anlagen können unter anderem diese Farben vorkommen:
- Cream
- Apricot/Gold
- Red
- Caramel
- Chocolate
- Café
- Black
- Silver
Dazu gibt es verschiedene Farbzeichnungen wie beispielsweise Parti, bei denen sich farbige und weiße Fellbereiche miteinander verbinden.
Welche Farben bei einer bestimmten Verpaarung möglich sind, kann ich anhand der Elterntiere und ihrer genetischen Anlagen bereits recht gut einschätzen. Eine genaue Garantie für die Farbe eines einzelnen Welpen gibt es natürlich nicht.
Die Farbe kann sich verändern
Das wissen viele zunächst nicht: Die Fellfarbe eines Welpen kann sich mit der Entwicklung verändern. Bei Red und Apricot/Gold kann das Fell im Laufe der Zeit heller werden. Bei Silver ist es sogar typisch, dass die Welpen deutlich dunkler geboren werden und sich die silbrige Färbung erst nach und nach entwickelt. Dieser Prozess kann sich über einen längeren Zeitraum ziehen.
Wie stark und ob sich die Farbe verändert, ist von Hund zu Hund unterschiedlich. Deshalb ist die Fellfarbe eines acht Wochen alten Welpen nicht immer genau die Farbe, die Sie später beim erwachsenen Hund sehen werden.
Farbe ist schön – Charakter ist wichtiger
Bei der Auswahl eines Welpen beobachte ich deshalb vor allem sein Wesen:
- Ist er neugierig oder eher vorsichtig?
- Wie geht er auf Menschen zu?
- Wie reagiert er auf neue Situationen?
- Wie schnell findet er wieder zur Ruhe?
Vielleicht wünschen Sie sich einen apricotfarbenen Welpen – und am Ende ist es ein kleiner Cremefarbener geworden, der mit seinem Wesen perfekt zu Ihnen passt.
Sie dürfen mir Ihre Wünsche immer offen sagen. Ich nehme sie gerne mit auf und behalte gleichzeitig den Charakter des einzelnen Welpen im Blick. Denn natürlich soll die Fellfarbe Ihnen gefallen und ein kleiner Herzenswunsch sein.
Aber ich verspreche Ihnen: Wenn Sie Ihren Welpen erst einmal kennenlernen, werden Sie schnell merken, dass er so viel mehr ist als seine Farbe. Es ist sein Blick, sein kleines Wesen, seine Art, wie er auf Sie zugeht – und vielleicht genau das Gefühl, bei dem Sie denken: „Der passt so gut zu uns.“